Schacht Gorleben 1 und 2 (Gefrierschächte auf einer Salzlagerstätte)

Planung und Bau der Erkundungsschächte eines möglichen nuklearen Endlagers im Tiefkältegefrierverfahren. Beim Abteufen wurden Bohr- und Sprengarbeiten durchgeführt, im Gefrierschachtteil wurde eine Schachtfräse benutzt. Das Gebirge ist bis zu einer Teufe von 250 m wasserführend und nicht standfest, darunter befindet sich ein Salzstock.


Die Schächte Gorleben wurden konzipiert für die Erkundung des Salzstocks für die Eignung als atomares Endlager für Brennelemente. Die Abteufgeschichte der Schächte ist bestimmt durch aufwendige Genehmigungsverfahren und extrem hohe Sicherheits- und Qualitätssicherungsanforderungen. Das Abteufen des Schachtes 1 erfolgte unter Benutzung des endgültigen Förderturms. Der Auftrag umfasste auch die Erstellung der schachtnahen, untertägigen Infrastrukturräume wie z.B. die Werkstatt. Der wasserdichte Ausbau im Gefrierschachtteil besteht aus einem neuartigen Stahlringaußenausbau und einem Stahlbetonverbundausbau mit Asphalthinterfüllung. Im Bereich des Salzstocks wurde der Schacht nur mit einer Stoßsicherung aus Ankern und Maschendraht versehen.

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Dipl.-Ing. Jochen Greinacher
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