Teufen Gefrierschächte Slavkaliy

Vorbereitungen zum Bau der Schächte laufen auf Hochtouren

 

Mit Unterzeichnung des Vertrages und getreu dem Motto „One Team one Goal“ haben sich beide Vertragspartner ein ambitioniertes Ziel zur fristgerechten Fertigstellung des Projektes gestellt. Da es sich um ein Greenfield-Projekt handelt, mußten vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten der Schächte zahlreiche Vorarbeiten, wie der Austausch der nicht tragfähigen Bodenschichten gegen tragfähige verdichtete Sandlagen, Bau von Zufahrtsstraßen, Anlegen von Versor­gungs- und Leitungsnetzen und die Erlangung der nötigen Lizenzen und Genehmigungen durchgeführt werden.

 

 

Gefrierkörper sichert temporär den Schutz der Bergleute  und des Bauwerks

 

Bei stark wasserführendem und/oder nicht standfestem Untergrund werden Schächte mit dem Gefrierverfahren abgeteuft. Hierzu ist es erforderlich, um den Schacht herum einen gefrorenen Bodenkörper zu erzeugen, der den Boden stabilisiert und den Zutritt von Wasser während des Teufens verhindert. Dazu wer­den Gefrierrohre in den Boden eingebracht, in denen ein Kälteträger zirkuliert. Dadurch gefriert der die Rohre umgebende Boden. Im Anschluss kann der Schacht im Schutz des Frostkörpers im Falle des Projektes Nezhinsky mit einer Schachtbohrmaschine abgeteuft werden. Abschließend wird der Schacht mit einem speziellen Ausbausystem wasserdicht ausgebaut.

 

 

Aufbau der Gefrieranlage mit einer installierten Kälteleistung von 4,5 MW:

 

Installierter Gefrierkreis Schacht 1 während der Aufgefrierphase:

 

 

Schachtbohrmaschine erfolgreich abgenommen

 

Im Zuge der fortschreitenden Mechanisierung haben sich sowohl Deilmann-Haniel als auch Slavkaliy bewusst für den Einsatz einer neuartigen Technologie im Schachtbau entschieden. Dazu hat die Firma Herrenknecht einen Shaft Boring Roadheader (SBR) entwickelt, welcher mittels Ausleger und rotierender Schneid­walze das Ausfräsen von variablen Schachtdurchmessern zwischen 8 bis 12 m ermöglicht. Diese Technologie bietet im Vergleich zum konventionellen Verfahren höhere Arbeitssicherheit bei gleichzeitig hohen Vortriebsleistungen. Dabei ist es gängige Praxis, dass alle Vortriebsmaschinen im Herstellerwerk aufgebaut werden, um alle zugesicherten Funktionen überprüfen und testen zu können. Von der Unterzeichnung des Vertrages bis zur Abnahme der ersten Maschine, welche ein Gewicht von nahezu 400 t hat, sind lediglich 12 Monate vergangen. In dieser Zeit wurde die Maschine speziell nach den Anforderungen des Projek­tes und den Wünschen von Deilmann-Haniel entwickelt und gebaut. Am 04.07.18 konnten alle Funktionen durch die Spezialisten von DH erfolgreich getestet und begutachtet werden.

Der SBR 1 wird nun in Teilen demontiert und mit 50 Lkw-Ladungen, teilweise mit Spezialtransporten, auf die Baustelle nach Lyuban transportiert.

Der SBR 2 ist im Bau befindlich und wird mit derselben Prozedur, allerdings mit einem Versatz von 4 Wochen, die Baustelle erreichen.

 

SBR nach Abnahme bei der Herrenknecht AG in Schwanau:

 

 

Baustelle bereitet sich auf Ankunft der SBR  und Teufstart vor

 

Bevor die Schachtbohrmaschinen die Baustelle erreichen und dort montiert werden, müssen eine Vielzahl Bauaktivitäten und Vorbereitungen realisiert wer­den.

So werden die beiden Maschinen in ca. 50 m tiefen Vorschächten aufgebaut, um im Anschluss die massiven Fördergerüste über den Schächten zur errichten.

Über die Fördergerüste werden die enormen Gewichte der SBR`s in den Baugrund abgetragen. Um die Maschinen innerhalb des Schachtes zu verfahren und die abgebauten Bodenmassen an die Tagesoberfläche transportieren zu können, müssen weiterhin insgesamt 12 schwere Winden und entsprechende Fundamente installiert werden.

Des Weiteren werden zur Versorgung der Vortriebsarbeiten eine Kompressorstation, Bewetterungsanlagen, Betonmischwerk, Officegebäude, Werkstatt- und Lagerhallen sowie Transformatorengebäude errichtet.

Um diese Aufgaben innerhalb des gesteckten Ziel zu erreichen, beschäftigt Deilmann-Haniel bereits heute ein Team aus lokalen und internationalen Mitarbei­tern vor Ort. Sie blicken mit Respekt, aber auch mit freudiger Erwartung, auf den Einsatz dieser neuen Technologie.

 

Herstellung der benötigten Winden:

 

 

Bau des Schachtkopfes an Schacht 1:

 

Teufarbeiten am Vorschacht Schacht 2:

 

Übersicht des Baustellengeländes:

Kontakt

Dipl.-Ing. Frank Otten
Tel.: +49 231 2891 381
Fax: +49 231 2891 352

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